Wurstfüller: Test & Vergleich 12/2021

Leckere selbstgemachte Würstchen sind der Hit auf jeder Grillparty. Sie sehen nicht nur gut aus: Man weiß auch, was sie enthalten.

Damit bei der Herstellung alles klappt, braucht es einen Wurstfüller. Doch die Auswahl ist groß und auch preislich trennen Welten die einzelnen Modelle. Welches das passende für welchen Zweck ist, verrät dieser Wurstfüller Test und Ratgeber.

Die 10 besten Wurstfüller

Was ist ein Wurstfüller?

Mit seiner Hilfe füllen Profis oder Privatleute feine Wurstmasse in eine Hülle. Das Ergebnis ist im Idealfall gleichmäßig und ohne Lufteinschlüsse.

Das Gerät soll die Arbeit erleichtern, die rein manuell mehr Kraft bräuchte. Die Wurstpresse gibt Größe und Füllmenge vor, während die Zusammensetzung der Wurstmasse dem Hersteller überlassen bleibt.

Wer nutzt einen Wurstfüller:

Je nach Bauweise, Material und Handhabung gibt es sehr viele verschiedene Modelle. Dementsprechend vielseitig sind sie auch im Einsatz.

Privathaushalte schätzen vor allem die Möglichkeit, jederzeit die Kontrolle über den Inhalt zu behalten. Doch auch semiprofessionelle Wursthersteller, etwa mit kleinem Bauernhof, können eine Wurstpresse gut gebrauchen.

Die Profis in Handwerk und Industrie verfügen über große, elektrisch betriebene Pressen, die in Windeseile eine Vielzahl an Würstchen fertigstellen.

Was lässt sich damit machen?

Ob Wiener Würstchen, Knacker, Currywurst oder Bockwurst: Nahezu jede Sorte Wurst lässt sich damit herstellen.

Beliebt sind alle Sorten Fleisch, aber auch Fleischalternativen. Veggie-Würste erfreuen sich wachsender Beliebtheit und beinhalten Tofu oder Seitan.

Woraus besteht die Wurstmaschine?

Das ist abhängig von der Bauweise. Im Normalfall gibt es eine Tülle, einen Zylinder und einen Ausgang, durch den die Wurstmasse in den Saitling fließt. Ein Kolben mit Platte bewegt die Wurstmasse im Inneren voran.

Einige Modelle bringen eine Möglichkeit zur Befestigung am Tisch mit. Andere stehen allein durch ihre Bauart fest.

Unterscheiden lassen sich die Modelle nach vielfältigen Merkmalen, etwa horizontal und vertikal oder manuell und elektrisch.

Bei manuellen Modellen muss der Nutzer mit einer Hand kurbeln, was beim Abdrehen der Würste etwas mehr Fingerfertigkeit erfordert.

Was ist der Unterschied zur Wurstspritze?

Der Begriff Wurstfüller ist ein Oberbegriff. Häufig bezeichnet er eine Maschine, die aus mehreren Teilen besteht.

Ganz einfache Modelle bestehen hingegen nur aus dem Wesentlichen: aus der Tülle, auf die man den Darm aufzieht. Diese Tülle nennt man auch Wurstspritze. Sie eignen sich für feinere Massen, wie zum Beispiel Mettwurst, Leberwurst oder Salami.

Wozu dient der Wurstfüller?

Wer einen Darm mit Fleischmasse füllen möchte, braucht Druck. Das ist auch der Unterschied zum Fleischwolf: Dort fließt die Masse zwar auch gleichmäßig heraus.

Um aber einen relativ schmalen Saitling schön gleichmäßig zu befüllen, reicht der Wolf nur selten aus. Deutlich wird dies, wenn man sich die Funktionsweise eines Wurstfüllers näher ansieht.

Wie funktioniert das Wurstmachen mit dem Wurstfüller?

Die Maschine ist immer zylinderförmig. In diesen Zylinder füllt man die Wurstmasse. Er leitet sie in die Wurstspritze oder auch Tülle weiter.

Dazu braucht es eine Schiebetechnik, damit der ganze Prozess nicht ins Stocken gerät. Hierfür gibt es verschiedene Techniken.

So nutzen viele Modelle einen Kolben mit einer Platte, welche zur Seite hin dicht abschließt. Nur so drängt wirklich die ganze Masse ohne Verluste in Richtung Spritze.

Von der Technik her steht nun dem Wurstmachen nichts mehr im Weg. Nur für die Bedienung braucht es ein wenig Fingerfertigkeit.

Die Unterteilung beim Wurstmachen ist wohl am schwierigsten, lässt sich aber rasch erlernen. Sie erfolgt durch Abdrehen der fertigen Würste, noch während der Wurstfüller arbeitet.

Wahlweise lässt sich ein Wurstclipper einsetzen, um die Würste mithilfe von Clips dicht zu verschließen.

Wichtig ist es, nicht die ganze Hülle zu befüllen. Sonst kann sich die Masse beim Erhitzen nicht mehr ausbreiten und die Wurst platzt schneller.

Wurstfüller: elektrisch oder handbetrieben?

Geräte ohne Elektrik sind günstiger, eignen sich aber nicht für jeden. Ihr Material ist häufig weniger langlebig und sorgt für schnelleren Verschleiß. Für den gelegentlichen Gebrauch kann solch eine manuelle Wurstpresse aber völlig ausreichen. Zudem sind sie platzsparend und passen in fast jede Küche.

Vorteil manueller Modelle:

  • Platzsparend: Manuelle Modelle gibt es schon ab 1,5 Liter.
  • Günstig: Für etwas mehr als 20 Euro erhältlich.
  • Leicht: Geringeres Eigengewicht.

Elektrisch: Nicht nur was für Profis!

Elektrische Wurstfüller sind teurer. Doch bei häufigem Gebrauch rentiert sich das, denn sie halten länger.

Während bei günstigen Geräten oft mit Kunststoff gearbeitet wird, bestehen elektrische Wurstpressen aus hochwertigem Edelstahl. Die Gastronomie nutzt sie gern, ebenso wie Fleischereien.

Für den Hausgebrauch lässt sie sich aber auch nutzen, sofern oft große Partys oder ausgedehnte Grill-Events anstehen. Auch muss der Platz dafür vorhanden sein.

Vorteile elektrische Wurstpresse:

  • Hohes Arbeitstempo möglich
  • Langlebig
  • Standfest

Wurstfüller Größen

Die Größe eines Wurstfüllers bemisst sich nach Litern. Wie viel hineinpasst, entscheidet der Behälter an der Maschine: Von knapp zwei Litern Wurstfüllmasse bis zu weit über zehn Liter ist alles möglich.

Für privat haben sich um drei Liter bewährt. Faustregel: Manuelle Modelle mit Kurbel sind kleiner als elektrische Modelle, dasselbe Fassungsvermögen vorausgesetzt.

Außerdem sind Industriemodelle größer als solche, die für den Hausgebrauch gedacht sind.

Vertikaler oder horizontaler Betrieb?

Vertikal

Senkrecht betriebene Wurstfüller muss man nicht immer am Tisch befestigen. Das kann praktisch sein, denn so lässt sich die Wurstpresse bei Nichtgebrauch schnell wegräumen.

Andererseits ernteten ein paar dieser Modelle im Test Kritik: Sie funktionierten zwar gut, standen jedoch nicht sicher.

Wen dies nicht schreckt, der findet hier praktische Helfer für gelegentliches Wurstmachen. Von der Funktionsweise her eignen sie sich gut für Wurstmachen aus flüssigerem Brät, wie Blutwurst oder Leberwurst.

Dadurch sind sie auch leicht zu reinigen, denn es bleiben wenig Reste in der Maschine. Oft handelt es sich um handbetriebene Wurstpressen.

Horizontal

Diese Maschinen brauchen eine gute Befestigung am Tisch. Dazu dienen eine oder zwei Schraubzwingen.

Aufgrund ihrer Konstruktion eignet sie sich auch für weniger flüssige Massen. Allerdings macht dies ihre Reinigung aufwendiger, da mehr Reste im Inneren verbleiben.

Bewährt haben sich die waagerechten Wurstpressen unter anderem bei der Herstellung von Thüringer Rostbratwurst.

Wurstpressen als Zusatz für die Küchenmaschine?

Für hochwertige Küchenmaschinen gibt es Zusätze, welche die Funktion eines Wurstfüllers übernehmen.

Das ist praktisch, denn dann lässt sich das Wolfen gleich mit dem Wurstmachen kombinieren. Dazu befestigt der Nutzer an der Öffnung des Fleischwolfs einen Aufsatz. Diese Aufsätze gibt es als Zubehör unter verschiedenen Namen und in mehreren Größen.

Wurstfüller Alternativen: Ist ein Fleischwolf geeignet?

Ähnlich funktioniert ein normaler Fleischwolf mit Vorsatz: Existiert eine passende Wurstspritze, lässt sie sich der Öffnung vorschalten.

Dann fließt die Fleischmasse nicht in eine Schüssel, sondern geht gleich in den bereitgehaltenen Saitling über.

Wichtig ist hier die passende Größe sowohl beim Aufsatz als auch für den Saitling. Ob es einen solchen Aufsatz gibt, verrät der Hersteller.

Preise für die Wurstpresse

Wie sich im Test ergab, zahlen Kunden im Schnitt knapp hundert Euro für die Wurstmaschine. Die ganze Preisspanne ist aber weit größer.

Sie beginnt bei knapp über 20 Euro. Entscheidend ist stets die Bauart und das verwendete Material: Während Edelstahl immer teurer ist, punkten Kunststoff Wurstspritzen mit einem unschlagbar günstigen Preis.

Elektrische Modelle gibt es für mehrere hundert Euro. Das berührt dann aber schon den Profi-Bereich und ist für den Hausgebrauch nur selten nötig. Wer allerdings viel und gern Wurst macht, für den könnte sich auch eine teurere Maschine lohnen.

Gibt es einen Wurstfüller Test von Stiftung Warentest?

Derzeit leider noch nicht. Auch die unabhängige Stiftung Ökostest hat noch keinerlei Wurstfüller-Test veröffentlicht.

Damit lässt sich leider auch kein allgemeiner Wurstfüller Testsieger küren. Es gibt aber mehr Quellen online, die einen guten Test ersetzen: Wer Kundenrezensionen aufmerksam liest, kann hier viele wichtige Informationen entnehmen, die bei der Kaufentscheidung helfen.

Wurstpresse: Wo kaufen?

Discounter wie Lidl oder Aldi haben die Wurstpresse sehr selten im Angebot. Dann gibt es dort günstige Modelle, häufig sogar robust und langlebig.

Wer nicht so lange warten will, sollte sich im Internet umsehen. Hier sind die Seiten der Hersteller mit vielen Produktinformationen ergiebig.

Für Vergleiche eignen sich hingegen die großen Kaufportale wie Amazon. Hier finden sich auch ausgiebige Test Berichte und Rezensionen.

Wurstfüller Kaufberatung und Checkliste

Füllmenge?

Jeder Zylinder fasst eine bestimmte Menge. Diese nennt man Füllmenge. Ihre Angabe erfolgt in Litern.

Wie viel eine Maschine fasst, bestimmt somit darüber, wie viele Würste sich in einem Durchgang herstellen lassen. Abhängig ist dies natürlich auch davon, wie dünn oder dick und wie lang ein Würstchen sein soll.

Deshalb lässt sich kaum genau sagen, welche Füllmenge real für wie viele Würste reicht. Aus Erfahrungen und Test Berichten lässt sich aber schließen, dass zwischen drei und sieben Litern für den Hausgebrauch völlig ausreichte.

Darüber hinaus gibt es noch Füllmengen von acht Litern und im Industriebereich von bis zu 15 Litern.

Maße und Gewicht?

Wer daheim Wurst machen will, hat meist keine Profi-Küche. Mit dem vorhandenen Platz sollte man deshalb sparsam umgehen.

Hier spielen die Maße der Wurstpresse eine große Rolle. Nur selten bleibt sie an ihrem Platz, vielmehr räumt man sie beim Gebrauch heraus und wieder fort. Die Abmessungen der Maschine sollten auf den späteren Gebrauch abgestimmt sein.

Sie finden sich als Zentimeter-Angabe bei der Produktbeschreibung. Ähnliches gilt für das Gewicht. Je nach Betriebsart kann ein größeres Eigengewicht anfallen, was Kaufwillige berücksichtigen sollten.

Zubehör: Was man zum Aufsatz wissen muss

Als Zubehör oder als Teil der Lieferung gibt es verschiedene Aufsätze. Sie unterscheiden sich durch ihren Durchmesser.

Gängig sind Größen bis zu 40 mm, es gibt aber auch größere Aufsätze. Wofür ist das wichtig: Der Aufsatz bestimmt, wie dick anschließend die Wurst wird. Für dünne Würstchen wie Wiener eignen sich Aufsätze von 10 mm.

Passt einmal etwas nicht, lässt sich der jeweilige Aufsatz im Normalfall problemlos nachbestellen. Wer allerdings vor dem Kauf darauf achtet, spart später Zeit und Nerven und kann direkt mit dem Wurstmachen beginnen!

Wurstfüller Kaufen: Praktische Checkliste

  • Vertikal oder horizontal?
  • Manuell oder elektrisch?
  • Füllmenge?
  • Abmessungen?
  • Mit oder ohne Befestigung?
  • Eigengewicht?

Erfahrungsberichte: Darauf legten andere Kunden Wert

Online Erfahrungsberichte sind eine wertvolle Quelle für den Praxis Test. Kunden schätzen an guten Wurstpressen deren leichte Handhabung und möglichst wenig Rückstände nach dem Wurst machen.

Bot die Maschine hingegen wenig Standfestigkeit, erhielt sie schlechtere Noten. Selbst günstige Modelle erwiesen sich im Test oft als erstaunlich langlebig.

Bei Kunststoff bemängelten viele Käufer deren schlechten Geruch. Hochwertige Verarbeitung ohne scharfe Kanten ermöglichten eine leichtere Reinigung.

Reinigung der Wurstpresse

Je komplizierter die Maschine, desto schwieriger ist die Reinigung. Sie sollte dennoch stets direkt nach dem Wurst machen erfolgen.

Denn Wurstbrät hat eine feine Struktur, was der Masse eine vergrößerte Oberfläche verschafft. Dies bietet darum auch mehr Platz für Bakterien. Damit beim Wurstmachen alles hygienisch einwandfrei ist, muss die Maschine vor Betriebsbeginn immer sauber sein!

Fazit Wurstfüller: Volle Kontrolle über Inhalt und Geschmack

Wurstfüller sind praktisch: Sie ermöglichen dem Hersteller die Kontrolle über den Inhalt. Zudem lassen sie verschiedene Gewürzmischungen zu, die sich im Handel so nicht finden.

Sie erleichtern die Arbeit und halten je nach Modell sehr lange. Ihre Preise ermöglichen den Kauf für jedermann: Günstige Wurstpressen gibt es schon für wenige Euro.

Wer mehr will, sollte den Kauf einer elektrischen Wurstpresse überlegen. Wie Kunden im Praxis Test verrieten, lohnt sich die Anschaffung, wenn man viele leckere Würstchen benötigt!