Dampfgarer: Test & Vergleich 09/2021

Dampfgaren ist bei weitem die schonendste Methode des Kochens. Neben dem vollen Geschmack bleiben viele Vitamine und Nährstoffe erhalten. Diese Zubereitungsart verhindert auch zähes Fleisch und sorgt für knackiges Gemüse.

Wer sich nicht noch ein Gerät auf die meist überladene Küchenzeile stellen will, der sollte sich für einen Einbau Dampfgarer entscheiden.

Denn diese Geräte sind äußerst platzsparend. Der Test zeigt, welche Funktionen und Eigenschaften wichtig sind. Doch auf was sollte man achten, wenn man sich für den Kauf eines solchen Gerätes entscheidet?

Was ist ein Einbau Dampfgarer?

Ein Einbau Dampfgarer kann genauso in Küchenzeilen eingebaut werden wie ein Backofen oder ein Geschirrspüler. Mittlerweile werden auch Mikrowellen gerne in die Küchenzeile integriert. Beim Kauf eines Einbau Dampfgarers sollte man auf die Energieeffizienzklasse achten, den das spart Strom und Kosten.

Dampfgaren ist eine Kochmethode bei der Speisen mit Dampf erhitzt werden. Der Dampf wird dabei in einer Wasserschale erzeugt. Dies ist wesentlich schonender als Braten und Backen, denn hier wird mehr Hitze benötigt, was die Poren verschließt und die Struktur der Lebensmittel verändert.

Gerade für Gemüse ist es nicht vorteilhaft, denn dadurch verliert es Nährstoffe. Wenn das Essen schonend von allen Seiten durch Wasserdampf erhitzt wird, kann nichts verbrennen und Vitamine und Mineralstoffe bleiben erhalten.

Durch mehrere Einsätze im Einbau Dampfgarer können viele Speisen übereinander gegart werden. Das spart Zeit und Stromkosten.

Mit einem Tisch Dampfgarer kann man nur ein bis zwei Personen bekochen, aber ein eingebauter Dampfgarer verfügt über ein großes Volumen und zusätzliche Funktionen wie zum Beispiel einem Timer. Auch die Auftaufunktion oder die Möglichkeit Sous-Vide zu garen, sind gängige Features. Zudem braucht ein solches Gerät kaum Platz auf der Arbeitsfläche oder auf einem Tisch.

Tests zeigen, dass die Kunden die Funktionalität des Einbau Dampfgarers schätzen, sich aber davor scheuen einen anzuschaffen. Denn nicht jeder kann eine neue Küche kaufen um darin den Dampfgarer unterzubringen.

Dampfgarer im Vergleich – Welche verschiedenen Typen gibt es?

Es gibt insgesamt drei verschiedene Arten von Dampfgargeräten. Diese unterscheiden sich ebenso sehr in ihren Funktionen wie auch in ihrer Installation. Der folgende Überblick fasst die wichtigsten Eigenschaften zusammen:

Klassischer Dampfgarer:

Ein klassischer Dampfgarer besitzt eine zentrale Einheit und mehrere Schalen zum Dämpfen. Diese lassen sich übereinander stapeln. Solche Geräte sind klein, praktisch in ihrer Anwendung und zudem kompakt.

Sie können mehrere Speisen zur gleichen Zeit zubereiten und verfügen über einige nützliche Programme. Ein großer Pluspunkt ist, dass sie günstig in der Anschaffung sind.

Kombigerät/Dampfgarer mit Mikrowelle:

Ein solches Gerät kann als Kombination von Dampfgarer und Mikrowelle gesehen werden und ist mit deren Funktionen ausgestattet. Manche Modelle besitzen auch eine zusätzliche Backofenfunktion.

Es sind meist drei Etagen für das Dampfgaren verfügbar und das Gerät hat in etwa die Größe einer Mikrowelle. Es zeichnet sich durch viele verschiedene Programme aus und liegt preislich gesehen im Mittelfeld.

Einbau Dampfgarer:

Ein Einbau Dampfgarer sieht einem Backofen sehr ähnlich. Dieses Gerät vereint die Funktionen eines Dampfgarers, eines Backofens und manchmal auch einer Mikrowelle.

Ein solches Kombi-Gerät zeichnet sich durch ein sehr großes Garraumvolumen aus und bietet eine große Bandbreite an verschiedenen Programmen.

Ein weiterer großer Vorteil ist, dass kein zusätzlicher Platz auf der Arbeitsfläche benötigt wird. Hier muss man aber mit hohen Anschaffungskosten rechnen. Dazu kommen auch noch Extra-Kosten für den Einbau.

Egal wie groß die Küche ist, es gibt Einbau Dampfgarer für jeden Preis und jeden Haushalt. Vor dem Kauf ist zu klären, ob das ausgesuchte Gerät einen Wasseranschluss oder lediglich eine Steckdose benötigt.

Der Einbau Dampfgarer im Test: Worauf achten?

Beim Kauf von einem Einbau Dampfgarer kommt es im Wesentlichen auf folgende Kriterien an:

  • Maße
  • Garraumvolumen
  • Programme und Funktionen

Einbau Dampfgarer gibt es in den unterschiedlichsten Formaten. Kleine Modelle haben oft Maße von 30 x 50 x 30 cm und sind damit oft so groß wie eine durchschnittliche Mikrowelle. Wer keinen extra Platz für einen Einbau Dampfgarer hat, kann auch auf den Backofen verzichten.

Ein größerer Dampfgarer kann diesen Platz gut ausfüllen. Große Modelle messen oft 60 x 60 x 45 cm. Solche Kombi-Geräte sind allerdings nicht gerade günstig und sollten eher im Fachhandel gekauft werden. Eine kompetente Beratung ist hier sehr hilfreich.

Beim Garraumvolumen kommt es auf die Größe der Familie an. Leben in einem Haushalt nur ein bis zwei Personen, ist ein kleiner bis mittelgroßer Garraum ideal. Familien mit Kindern profitieren eher von einem großen Garraum.

Mittelgroße Modelle weisen meist ein Garraumvolumen von 20 bis 25 Liter auf und große Geräte kommen auf 30 bis 40 Liter.

Wie groß die maximale Füllmenge des Wassertanks ist, spielt auch eine Rolle. Bei den meisten Modellen fasst dieser 1 bis 1,5 Liter. Richtige Top-Modelle sind mit einer Füllstandsanzeige ausgestattet, die anzeigt, ob Wasser nachzufüllen ist.

Ein Haushalt mit Kindern sollte immer einen Einbau Dampfgarer mit Kindersicherung bevorzugen, egal für welche Preisklasse man sich entscheidet.

Denn der Dampfgarer wird oft in Höhe des Backofens eingebaut und so können auch Kinder die Türe öffnen. Die Methode des Dampfgarens arbeitet jedoch mit sehr heißem Dampf und es besteht die Gefahr von Verbrühungen.

Während diese Funktion eher der Sicherheit dient, haben gute Dampfgarer auch noch einige Programme, die das Kochen erleichtern sollen.

Ein Timer zeigt den Ablauf der Garzeit an, die Temperatureinstellungen und die Regulierung der Dampfmenge erlauben das individuelle Eingehen auf verschiedene Speisen.

Welche Leistung bringen die Sieger im Test?

Im Test schneiden jene Einbau Dampfgarer besonders gut ab, welche die Freude am Kochen mit positiven Funktionen und nützlichen Eigenschaften verbinden.

Die besten und beliebtesten Geräte zeichnen sich durch ihren attraktiven Preis, ihre herausragende Leistung, eine hochwertige und zuverlässige Verarbeitung sowie das einfache Handling aus. Sie ändern die täglichen Kochgewohnheiten der Kunden nicht, sondern unterstützen diese.

Im Test sind auch Kombi-Geräte, also eine Mischung zwischen Backofen und Dampfgarer, besonders beliebt.

Sowohl Hobby-Köche als auch Gastronomen interessieren sich sehr für das Garraumvolumen, denn dieses bestimmt, wie viele Mahlzeiten man zubereiten kann. Besonders hervorgetan hat sich im Test auch das mengenunabhängige Garen.

Dabei ist es egal, ob wenig oder viel zubereitet wird. Die Modelle mit Mikrowelle sind im Test ebenfalls beliebt und werden gerne in der Gastro-Küche eingesetzt.

Ein weiterer wichtiger Punkt in der Beurteilung von guten Geräten ist die Energieklasse. Private Verbraucher legen besonders ein Augenmerk auf energieeffiziente Geräte, die sehr wenig Strom verbrauchen.

Die besten Geräte im Test liefern Funktionen wie Dampfgaren, Garen und Auftauen. Eine schnelle Aufheizzeit garantiert schnelles und nachhaltiges Kochen. Spezielle Kochprogramme umfassen neben Garen auch Blanchieren, Pochieren und Backen.

Im Test kommen beim Kunden vor allem Geräte mit einem großen Wassertank gut an. Ein Fassvermögen von 1,3 Liter ist besonders beliebt, da sich damit eine Menüfolge kochen lässt.

Die Leeranzeige hat die praktische Funktion, anzuzeigen, wann der Wassertank nachgefüllt werden muss. Türen, die besonders leise öffnen und schließen können, sind im Test ebenfalls beliebt.

Ein gut ausgeleuchteter Garraum ist für viele ein Muss. Nur so kann man feststellen, ob das Essen richtig zubereitet wird. Ein gutes Modell verfügt auch über ein automatisches Entkalkungsprogramm, welches die Reinigung um einiges erleichtert.

Kauf im Fachhandel – Was sind die Vor- und Nachteile?

Einbau Dampfgarer sollten nicht unbedingt beim Discounter gekauft werden, denn dort fehlt oft die persönliche Beratung.

In einem Elektrofachmarkt findet sich gut geschultes Personal, das so gut wie alle Fragen rund um das Thema beantworten kann.

Noch besser wird man in einem Küchenstudio oder einem Küchenfachmarkt beraten. Das Internet hält im Gegensatz dazu ein breites Angebot und sehr gute Preise bereit.

Vorteile

  • Beratung durch fachkundigen Verkäufer
  • nur zertifizierte und geprüfte Geräte werden angeboten
  • vielseitige Infos zu einzelnen Geräten und zum Einbau
  • Einbau-Service und Hilfe bei Mängeln

Nachteile

  • nicht so große Auswahl wie im Internet
  • Auswahl von Geräten auf den Markt beschränkt
  • höhere Preise

Die Reinigung des Dampfgarers – Eine wichtige Aufgabe

Einbau Dampfgarer haben dasselbe Problem wie Wasserkocher und Kaffeevollautomaten. Sie arbeiten mit Wasser und können daher leicht verkalken.

Wenn sich zu viel Kalk in den Leitungen absetzt, kann das mit der Zeit die Funktionalität beeinträchtigen.

Die meisten Einbau Dampfgarer haben deshalb automatische Entkalkungsprogramme integriert. Diese gilt es immer korrekt durchzuführen. Wie man dabei vorgehen sollte, lässt sich in der Bedienungsanleitung nachlesen.

Wichtige Fragen rund um den Einbau Dampfgarer

Mit welchen Kosten ist zu rechnen?

Ein Einbau Dampfgarer zählt in jedem Fall zur Luxusklasse dieser Geräte. Er ist nicht nur aufwendig zu installieren, sondern verfügt auch über zahlreiche Kochprogramme und sehr oft auch über die Funktionen einer Mikrowelle oder eines Backofens.

Deshalb sind auch die Anschaffungskosten vergleichsweise hoch. Ein solches Gerät bekommt man erst ab ca. 700 Euro, wobei hochwertige Geräte namhafter Hersteller auch mehr als 1.500 Euro kosten können.

Welche Funktionen hat das Gerät zu bieten?

Mit einem Einbau Dampfgarer lassen sich Fisch, Fleisch und Gemüse ganz einfach zubereiten. Das Gerät schafft es aber auch Obst und Quellprodukte zu kochen.

Unter Quellprodukte fallen Reis und Nudeln, aber auch Getreide wie Hirse und Quinoa bzw. Hülsenfrüchte. Besonders praktisch sind Kombi-Geräte welche mit Heißluft arbeiten. Damit ist es einfach, verschiedenste Lebensmittel zu dünsten, zu dampfen oder zu blanchieren.

Zudem besitzen diese Geräte auch die Funktion tiefgekühlte Produkte aufzuwärmen. Die Temperaturen können verschieden ausgewählt werden: Das Gerät kann mit einer Niedertemperatur (70 – 80 Grad Celsius) arbeiten.

Dies ist besonders für schonendes Garen geeignet. Oder der Dampfgarer setzt Heißluft ein, was hohe Temperaturen bis zu 250 Grad Celsius ermöglicht. Mit dieser Temperatur lässt sich besonders braten und backen.

Der große Vorteil eines Einbau Dampfgarers ist also die Möglichkeit Hitze und Dampf gleichzeitig zu nutzen. Diese Kochmethode lässt sowohl den Sonntagsbraten als auch gebackenes Brot saftig und knusprig werden.

Wird in ein solches Kombigerät investiert, sind die Anschaffungskosten zuerst zwar recht hoch, dafür braucht man keine zusätzliche Mikrowelle oder Backofen. Wer zudem nicht besonders viel Platz in der Küche hat profitiert doppelt. Denn so lässt es sich mit einem Gerät auskommen, welches noch dazu in die Küchenzeile integriert werden kann.

Fazit

Beim Dampfgaren handelt es sich um die schonendste aller Kochmethoden. Verschiedenste Lebensmittel werden unter heißem Dampf schmackhaft zubereitet und behalten den Großteil ihrer Nährstoffe. Es gibt mittlerweile auf dem Markt eine große Auswahl an Dampfgarern mit den verschiedensten Funktionen.

Gerade der Einbau Dampfgarer ist ein praktischer Gerät, denn es spart unglaublich viel Platz in der Küche. Ein solches Modell ist zwar teuer in der Anschaffung, aber wer sich für ein hochwertiges Kombi-Gerät entscheidet, profitiert nicht nur von der Funktion des Dampfgarens. Zusätzlich kann man alle Eigenschaften einer Mikrowelle oder eines Backofens nutzen.