Backofen mit Mikrowelle: Test & Vergleich 05/2021

Ein leistungsstarker Backofen mit Mikrowelle wird auch als Kompaktbacköfen oder als Mikrowelle mit Backofen bezeichnet. Mittlerweile werden diese Haushaltsgeräte mit variierenden Abmessungen, Designs und Fassungsvermögen angeboten.

Unterschiede zeigen sich ebenfalls hinsichtlich der Auswahl an Bedienoptionen, Sicherheitselementen und Energieeffizienzklassen. Es handelt sich um 2-in-1-Innovationen für einen unterschiedlichen Bedarf. Die Geräte sind als Backofen und als Mikrowelle oder kombiniert einsetzbar.

Die 4 besten Backöfen mit Mikrowelle

Backöfen mit Mikrowelle – Funktionsweise

Bedienerfreundliche Backöfen mit Mikrowelle oder Kombimikrowellen sind universelle Haushaltsgeräte, bei denen die Mikrowelle sozusagen zusätzlich mit heißer Luft arbeiten kann. Entsprechende technische Systeme unterstützen ein separates Garen nur mit Heißluft oder als Verknüpfung von Heizluft mit elektromagnetischen Wellen. Diese werden durch ein leistungsfähiges Mikrowellenaggregat erzeugt.

Charakteristisch für diese Erzeugnisse sind die üblichen Beheizungsarten. Das sind:

  • Oberhitze
  • Unterhitze
  • Umluft
  • Grill
  • Heiße Luft

Bei den modernen Backöfen mit Mikrowelle kann das Gargut unter Hitzeeinwirkung durch eine klassische Heizung (Konvektion) und gleichzeitigem Erwärmen durch elektromagnetische Wellen zubereitet werden.

Mikrowellen basieren auf der Erhitzung der Wassermoleküle in organischen Stoffen. Daraus resultiert eine unmittelbare Wärmeentwicklung im Gargut. Das fördert wiederum eine rasante Übertragung von Wärme. Mit einem Backofen ohne Mikrowelle ist nur eine Erwärmung der Außenflächen des Garguts realisierbar.

Mit elektromagnetische Mikrowellen ist demgegenüber das Innere der Zutaten erhitzbar. Gerade beim Kochen zeitintensiver Gerichten kommt diese Wirkungsweise den Köchen zugute. Dazu muss gesagt werden, dass eine alleinige Erhöhung der Temperatur die Zeit für Back- oder Garvorgänge nicht in diesem Ausmaß verkürzen würde.

Aus diesem Grund steht den Nutzern ein Garraum mit mehreren Zonen zur Verfügung. Diese können einzeln oder gleichzeitig miteinander beheizt werden.

Für eine bestmögliche Zeitersparnis sorgen Gerätearten mit einer Schnellaufheizung. Eine Schnellaufheizung erspart das lästige Vorheizen in den Backöfen. Wie funktioniert die Schnellaufheizung - eigentlich nur mit Heißer Luft.

Klassische Mikrowelle werden dazu von den Herstellern neben Einbauten für Mikrowellenstrahlen durch Heißluftaggregate erweitert. Die elektrisch gespeisten Heizkomponenten begünstigen einen intensiven Aufheizprozess. Zugeschaltete Gebläse transportieren die Heißluft auf kürzestem Weg verlustfrei in den Mikrowellenraum. Dadurch entsteht ein Milieu wie in einem herkömmlichen Backofen.

Alltagstaugliche Wirkungsweise

Praktisch ist neben Schnellaufheizung ebenso die Intensiv- und Backautomatik. Durch diese Wirkungsweise kommen die Nutzer im Backofen sogar ohne zeitraubendes Vorbacken aus. Das Intensivbacken ähnelt der sogenannten Bratautomatik. Integrierte Heizelemente erhitzen den Garraum bei dieser Programmwahl innerhalb weniger Minuten auf mindestens 230 Grad Celsius.

Auf diesem Level schließen sich die Poren von Fleisches sofort. Es tritt kein geschmacksintensiver Fleischsaft aus. Fleisch trocknet nicht aus und wird nicht zäh. Köche profitieren von der selbstständigen Temperaturregulierung, die nach Abschluss dieses Prozesses stattfindet.

Für die Gestaltung der Innenräume werden in der industriellen Fertigung vorwiegend Materialien wie strapazierfähige, langlebige Emaille verarbeitet. Hygienischer gebürsteter oder glänzender Edelstahl ist demgegenüber meist die erste Wahl für die Gehäuse.

Garbereiche beim Backofen mit Mikrowelle

Dank der unterschiedlichen Garbereiche können die Nutzer in den intelligenten Gerätekombis mehrere Zubereitungsarten umsetzen:

  • Auftauen
  • Aufwärmen
  • Backen
  • Grillen
  • Braten
  • Durchgaren, Kochen
  • Sanftgaren
  • Intensivheizen
  • Dörren
  • Überbacken
  • Gratinieren

Für die gehobene Küche sind die Kombigeräte daher genauso zweckmäßig wie für den alltäglichen Gebrauch.

Breites Spektrum an Betriebsarten für ein perfektes Garen

Umluft

Geräuscharme Ventilatoren im Garraum sorgen für ein gleichmäßiges Verteilen der darin befindlichen warmen Luft ohne Wärmeverluste. Der langwierige Vorheizaufwand muss nicht mehr betrieben werden. Im Umluftbetrieb können unterschiedlichste Speisen zeit- und energiearm zubereitet werden.

Köche positionieren mehrere Gerichte entsprechend der jeweiligen Garzeiten auf Blecheinschüben oder Gitterrosten übereinander. Unter dieser Voraussetzung gelingt ein optimales Ausnutzen der Garraumtemperatur, denn die heiße Luft durchdringt alle Innenraumzonen.

Elektromagnetische Wellen im Mikrowellenabteil

Das Aufwärmen, Auftauen oder Garen gelingt in der Mikrowelle besonders schonend und zeitsparend. Kombibacköfen mit Mikrowelle erlauben spezielle Garprozesse in mehreren Stufen. Das geschieht in einem Level zwischen 90 Watt bis etwa 900 Watt Nennwert.

In einigen Backofen-Mikrowelle-Modellen sind neben den Mikrowellen auch Dampfgarer verbaut. Viele Köche bevorzugen das Dampfgaren, weil dadurch wertvolle Inhaltsstoffe in den Lebensmitteln erhalten bleiben.

Unterhitze

Die Unterhitze trifft von unten her auf das Gargut. Für das Durchgaren ist diese Wärme perfekt. Für das zielgerichtete Einwirken ist es günstig, wenn das vorbereitete Gericht auf die Schienen im unteren oder mittleren Areal des Garraums eingeschoben wird.

Oberhitze

Die Oberhitze strahlt direkt von den oberen Heizspiralen auf die Zutaten herab. Im Gegensatz zum Grillvorgang gelingt den Köchen ein schonenderes und gleichmäßigeres Bräunen. Um Speisen lecker zu gratinieren oder zu überbacken, schalten die Nutzer der Kombibacköfen einfach die Oberhitze in der erforderlichen Temperatur und Zeitdauer zu.

Heiße Luft statt Umlufteinstellung

Die im Haushaltsgerät erzeugte heiße Luft ist nicht dasselbe wie Umluft. Der Garvorgang läuft bei heißer Luft wesentlich schonender ab, als bei der Umluftzufuhr. Außerdem hat Heißluft den Vorzug, dass das Vorheizen entfallen kann.

Zur Bereitstellung von heißer Luft wird ein Zusatz-Heizelement mit dem Ventilator gekoppelt. Der vom Ventilator verteilte Luftstrom erfährt dadurch eine stärkere Erwärmung als bei Umluft.

Grillen (Groß- oder Kleinflächengrillen)

Wer intensiv gebräunte Speisen mit krosser Oberfläche bevorzugt, für den ist die Grillfunktion ideal. Durch den Grillvorgang ist eine krosse, knusprige Außenhülle erzielbar. Für spezielle Fleischarten bietet sich das Grillen besonders an.

Die Hobbyköche setzen das möglicherweise zuvor marinierte Gargut einer hohen Wärmeintensität aus. Diese wirkt von oben auf die Lebensmittel ein. Damit das Fleisch angenehm saftig bleibt, schalten die Köche die Grill- und Umluftzubereitung bei Bedarf gleichzeitig an. Bei Großflächengrills ist die Leistung des Grills stufenlos genau auf das Grillgut abstimmbar. Mit dem Kleinflächengrill lassen sich wiederum kleinere Portionen sehr energieeffizient grillen.

Technische Voraussetzungen für einen Backofen mit Mikrowelle

Eine zentrale technische Voraussetzung ist neben dem Aufstellplatz der Anschluss ans Stromnetz. In der Regel ist eine 230 Volt Steckdose für einen Backofen mit Mikrowelle ausreichend. Der Starkstromanschluss wird überwiegend für Backöfen mit einem Kochfeld ist notwendig, denn Backöfen mit Mikrowelle und Ceranfeld beruhen auf Drehstrom mit einer Spannung von 400 Volt.

Die Verkabelung mit Drehstrom übernimmt aus Sicherheitsgründen ein professioneller Elektroinstallateur. Ob ein Fabrikat mit einem normalen Anschluss an das Stromnetz mit 230 Volt betriebsbereit ist, hängt in jedem Fall vom Nennwert und der technischen Konzeption des Modells ab.

Einbauvarianten beim Backofen mit Mikrowelle

Um eine möglichst optimale Ausnutzung räumlicher Gegebenheiten zu erzielen, werden Backöfen mit Mikrowelle als einzeln aufstellbare und als Einbaumodelle gefertigt.

Wer eine Küche mit Unterbauausstattungen oder als oberhalb von Arbeitsplatten eingesetzten Features einrichten möchte, sollte sich auf Einbaubacköfen mit Mikrowelle fokussieren. Dann ist auch wenig Platz optimal und ergonomisch sinnvoll ausnutzbar.

Einbaubacköfen mit Mikrowelle

Für den Einbau konzipierte Kombinationen werden standardmäßig mit 45 × 56 × 55 Zentimeter und 60 × 56 × 55 Zentimeter (Höhe x Breite x Tiefe) geliefert. Der Garraum fasst im Schnitt etwa 52 Liter. Es gibt in dieser Rubrik ebenfalls Backöfen mit Mikrowelle mit bis zu 70 Liter.

Das gängige Breitenmaß bei Einbaugeräten ist standardmäßig 60 Zentimeter. Vor der letztendlichen Kaufentscheidung einer Einbauversion sollten Interessenten die Außenabmessungen nicht vernachlässigen.

In den eher groß dimensionierten XL Backöfen mit Mikrowelle sind regulär vier bis fünf Ebenen für das Einschieben von Blechen und Rosten vorhanden.

Optisch ansprechende Kompaktgeräte in Mini oder XL zum Einbau sind unverzichtbar in Einbauküchen. Die einbaufähigen Backofen-Mikrowellen werden in der Praxis häufig in Hochschränken montiert. Zweckmäßige Ergänzungen sind in diesem Fall die als Wärmeschubladen bezeichneten Zusatzkomponenten.

In Augenhöhe entsprechend der Körpergröße eingepasste Kombi-Haushaltsgeräte begünstigen ein ergonomisches und entspanntes Zubereiten.
Um einer Überhitzung durch einen Wärmestau vorzubeugen, ist ein Verbauen hinter einer dekorativen Verblendung nicht möglich. Auf diese Weise entsteht eine ausreichende Luftzirkulation.

Frei stellbare Backöfen mit Mikrowelle

Ein frei stehender Backofen mit Mikrowelle passt perfekt seitlich neben eine Küchenzeile. Kompakte 20 Liter Ausführungen (Mindestgröße) ergänzen eine Arbeitsplatte und reduzieren den Aktionsradius. Die derzeit gängigen Abmessungen sind 39,2 × 35,3 × 36,0 Zentimeter oder als 40er Variante 42,5 × 26,2 × 35,8 Zentimeter (Breite x Tiefe x Höhe).

Bei diesen Fabrikaten gibt es keinerlei Einschränkungen hinsichtlich der Raumpositionierung. Gerade großräumige Küchen bieten ausgezeichnete Bedingungen, um frei stehende Gargeräte flexibel aufzustellen.

Vorteile beim Backofen mit Mikrowelle

  • das energiearme Zubereiten von Gerichten ist möglich
  • der Verbrauch an elektrischem Strom wird durch die Verkürzung der Gardauer gesenkt
  • das Garen erfolgt zeitsparend (Senkung der Gardauer um bis zu 45 Prozent)
  • der Zeitaufwand beim Backen in der Mikrowelle reduziert sich
  • die Mikrowelle lässt sich mit allen Gararten des Backofens verbinden
  • die problemlose Kombinierbarkeit unterschiedlicher Garmethoden (Pizza in der Mikrowelle auftauen, mit heißer Luft Kruste backen)
  • das stufenweise Garen durch den Einsatz der Mikrowelle und danach des Backofens
  • die Geräte müssen bei verschiedenen Zubereitungsarten nicht ständig gewechselt werden
  • platzsparend – nur ein Gerät muss aufgestellt werden
  • Küchen mit wenig Raum profitieren von Minigeräten
  • kein zusätzlicher Platzbedarf für zwei Geräte
  • die zwei Haushaltsgeräte beanspruchen nur ein Gehäuse
  • die Kompaktgeräte als Einzelversion sind transportierbar (für Camping nutzbar)
  • mehr Innenraumvolumen als eine einzelne Mikrowelle
  • die Geräte sind modellabhängig separat oder gemeinsam betreibbar

Nachteile beim Backofen mit Mikrowelle

  • die Zubereitung ist bei einigen Versionen nur mit einem Modus (Zubereitungsdauer bei umfangreichen Gerichten wird länger) möglich
  • geeignetes Geschirr ist notwendig
  • die Kombinationsgeräte kosten mehr als getrennte Mikrowelle und Backofen
  • bei Reparaturen müssen beide Geräte in die Werkstatt
  • modellabhängig eventuell starkes Aufheizen des Mikrowellengehäuses
  • zahlreiche Geräte sind geräuschintensiv
  • die ungleichmäßige Verteilung der Wärme ist kritisch
  • das Gehäuse kann sich während des Betriebes aufheizen
  • der Garraum bietet oftmals zu wenig Fassungsvermögen
  • die 2-in1-Kombination geht auf Kosten des Funktionsumfanges

Backöfen mit Mikrowelle als Kombinationsgeräte bieten nicht so viele Funktionen wie ein einzelne Backofen und Mikrowellen. Dasselbe trifft auf Backöfen mit Dampfgarer und Mikrowelle zu.

Je nach technischer Ausführung sind Backöfen mit Mikrowelle entweder nur getrennt oder über varioSpeed gemeinsam nutzbar. VarioSpeed unterstützt beim Einschalten die Backofen- plus Mikrowellenfunktion. Und das ohne Beeinträchtigung der Qualität des Gargutes.

Backofen mit Mikrowelle – Energieeffizienzklassen

Der Energieverbrauch ist ein Aspekt, der bei der Anschaffung von Geräten eine vordergründige Bedeutung besitzt. Grundsätzlich tragen Backöfen mit Mikrowelle als Kombi bereits durch ihr Funktionsprinzip zu einem geringeren Energieverbrauch als getrennte Geräte bei. Dennoch ist es durchaus ratsam, auf das Energielabel zu schauen.

Nicht immer sind preiswerte Modelle auch energieeffizient. Langlebige Geräte mit einer hohen Energieeffizienz erweisen sich letztendlich als die günstigere Anschaffung trotz eines zunächst höheren Preises. Dank der Energieeinsparung amortisiert sich diese Ausgabe rasch. Zeitgemäße Backöfen mit Mikrowelle werden kaum noch unter der Energieeffizienzklasse A+ oder A++ angeboten. Für echte Sparfüchse und Umweltbewusste ist die Energieeffizienzklasse A+++ natürlich erstrebenswert.

Außer der Energieeffizienzklasse sind die mehrstufig einstellbaren Wattangaben und eventuelle Stromsparprogramme zweckmäßig. Diese sind überwiegend bei den Mikrowellen zu finden, denn den höchsten Energiebedarf bei Backöfen mit Mikrowelle hat die Mikrowelle.

Die Nennwerte der handelsüblichen Backöfen mit Mikrowelle betragen im Durchschnitt von 900 Watt bis 1.000 Watt. Die Garzeit verhält sich proportional zur Leistung. Diverse Kombinationsmodelle mit eingebautem Grill weisen einen ungefähren Nennwert von 1.000 Watt bis 1.500 Watt auf. Je schneller der Garvorgang ablaufen soll, desto höher muss die Leistung beziehungsweise der Nennwert sein.

Preis-Leistungs-Verhältnis von Backöfen mit Mikrowelle

Generell gilt die Faustregel, dass dass zwei getrennte Geräte fast immer kostspieliger sind, als eine gute Kombination. Gegenwärtig bewegen sich die Preise für Backöfen mit Mikrowelle ab 200 Euro aufwärts. Für besonders hochwertige Markenartikel sollten Köche schon um die 900 Euro und mehr einplanen.

Nicht immer überzeugen alle Markenprodukte im Test durch ein günstiges Preis-Leistung-Verhältnis. Erstaunlicherweise beeindrucken sogar viele No-Name-Fabrikate durch eine ausgezeichnete Qualität, eine ausgefeilte Technik bei durchaus annehmbaren Preisen.

Die preiswertesten Modelle werden nach einem Test aktuell von Severin, Samsung, Bauknecht und Clatronics angeboten. Im höherpreisigen Segment sind Entwicklungen von Siemens und Bosch angesiedelt.

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Test weisen die Produkte von Bosch und AEG auf. Bereits für 1.299 Euro gibt es von diesem namhaften Hersteller einen Einbaubackofen mit Mikrowelle und vier Backprogrammen, Pyrolyse Reinigung, Grillfunktion und 14 Heizarten. Das Volumen beträgt großzügige 67 Liter.

Die Mehrheit der Geräte in dieser Preisklasse ist durch Equipments wie:

  • eine hochwertige Verarbeitung
  • beinahe schon luxuriöse Bedienfeatures wie Tastensperren
  • eine automatische Gewichtsjustierung für ein gründliches Auftauen
  • ein Seriealisierungsprogramm
  • einen Garzeiten- und Leistungsregler
  • lackierte Innenbereiche der Garräume

Lackierte Oberflächen sind äußerst porenarm, sodass kaum Fettspritzer oder Speisereste haften bleiben. Weitere Highlights bei einem teuren Backofen mit Mikrowelle sind die Quarzgrills.

All diese Sonderausstattungen für exklusive Ansprüche werden oftmals zu einem kundenfreundlichen, ausgewogenen Preis-Leistungs-Verhältnis mitgeliefert.

Ein außergewöhnliches, aufwendiges Design kann das Preis-Leistungs-Verhältnis allerdings schon verschieben, ohne dass ein funktionaler Mehrwert entsteht. Aber auch die Optik spielt beim Backofen mit Mikrowelle eine Rolle.

Hinweis: Bei der Bewertung des Preis-Leistungs-Verhältnisses ist zu beachten, dass es für einen geringen Aufpreis vielfach mehr Funktionen gibt. Das verbessert die Zubereitungsmöglichkeiten enorm.

Bedienelemente

Die Anzahl der Bedienelemente entscheidet über den Komfort, die Freude am Zubereiten und die Reinigung.

Steuerung

Unter hochwertigen, verlässlichen und zukunftstauglichen Steuerungsmodalitäten verstehen die meisten Interessenten, dass der Backofen mit Mikrowelle über WLAN Smart Home bedienbar ist.

Speziell entwickelte Apps übernehmen darüber hinaus die Überwachung des Garzustandes der jeweiligen Speisen. Für ein individuelles Zubereiten stehen natürlich frei wählbare Temperaturbereiche zur Verfügung. Diese werden vom System selbst „vorgeschlagen“.

Bedienkomfort

Das Entnehmen und Einlegen der Bleche oder Grillgitter wird durch die manuell bedienbaren Teleskopauszüge extrem erleichtert. Diese Arbeitsgänge sind vergleichbar mit dem Öffnen und Schließen eines Schubladensystems.

Immer mehr Mikrowellengeräte kommen ohne Drehteller aus. Diese Vorrichtung ist auch nicht unbedingt notwendig. Die Backöfen-Mikrowelle-Kompaktgeräte erhitzen die Gerichte auch ohne Drehteller behutsam und sorgfältig und sogar wesentlich homogener.

Damit das Gargut von außen begutachtet werden kann, sorgt eine energiesparende LED-Innenbeleuchtung für eine uneingeschränkte Ausleuchtung des Garraums. Die LEDs sind auf mehrere Ebenen aufgeteilt und je nach Serie als Langfeldbeleuchtungen seitlich montiert.

Im Zusammenhang mit einem komfortablen Kochen soll die Backsensorfunktion erwähnt werden. Besonders ansprechende Zubehöre für vollautomatische Bratvorgänge sind die elektronischen Bratenthermometer.

Für die bedarfsgerechte Nutzung des Backofens mit der Mikrowelle haben die Hersteller das übersichtliche Bedienfeld mit Touch-Funktion entwickelt. Ein Timer trägt zur automatischen Voreinstellung der Garzeit bei. Ist die Garzeit abgelaufen, schaltet sich der Backofen mit Mikrowelle selbsttätig ab.

Für einen geringeren Zeitbedarf beim Garen sind die frei wählbaren Heizsysteme mit Schnellaufheizung (Heißluftbetrieb) und die Zuschaltung der elektromagnetischen Wellen der Mikrowelle zuständig. Gängig sind Mikrowellen mit fünf- oder sechsstufigen Heizungen.

Die elektronischen Displays (digitale oder analoge Multifunktionsanzeigen) und sensorischen Bediensegmente bieten dem Nutzer eine gewisse Kontrolle bei der Ausführung unterschiedlichster Garmodi.

Dazu gehört beispielsweise folgende Auswahl:

  • der Schalter für das Wählen der gewünschten Temperatur
  • das Bedienelement für die Auswahl der Funktion
  • der Schaltknopf für das Einstellen der Beheizung
  • die Temperaturwahlknöpfe (jeweils für Unter- und Oberhitze, Umluft und Grillen). Die Temperaturwähler sind mit einer Verriegelung ausgerüstet. Diese verhindert eine gleichzeitige Inbetriebnahme von Ober- und Unterhitze sowie von Grillvorgang und Umluftfunktion).
  • die Mehrzweckschalter für stufenlose Regelung von Unterhitze und Oberhitze
  • die Berührungstasten für Innenbeleuchtung und Alarmsignalen
  • die Displays als Anzeigesegmente für Temperaturen, Heizarten und Gardauer

Die TFT Displays werden entweder über einen Berührungsbildschirm (sensorische Tasten) oder über schaltbare Bedienkomponenten bedient. Des Weiteren dient eine LED-Lampe als Anzeige der Heizphase bis zur vor eingestellten Temperatur. Mehrstufige Aufheizkontrollanzeigen lassen eine Information über den genauen Aufheizfortschritt zu.

Sensortechnik

Beliebt ist der Backofen mit Mikrowelle mit sensorgesteuerten automatischen Programmen, weil dem Koch die Bedienung vom System weitgehend abgenommen wird. Die über Sensoren gesteuerten, automatischen Programmführungen bedürfen nur der Eingabe der Zubereitungsart. Alle weiteren Schritte (Erkennung des Gargutes, Zubereitungsdauer, Art der Beheizung, Höhe der Temperatur, Garzeit, ideale Positionierung des Bleches) übernehmen die elektronischen Schaltkreise.

Andere Nutzer bevorzugen wiederum ein etwas „bodenständigeren“ Modell mit automatischer Programmsteuerung über die manuelle Eingabe des Gewichts des Gargutes und der Garart. Komplett vollautomatisch laufen Einstellungen wie die Höhe der Temperatur, die Besetzungsdauer, die Anzeige der Restwärme und der Verlauf der Temperatur bei fast allen Kombigeräten ab.

Ein Backofen mit Mikrowelle kann auf Wunsch mit Ceranfeld (Kochfläche) ausgerüstet werden. Versenkbare Backofentüren beziehungsweise Türen ohne vorstehende Griffe sind neuartige Alternativen zu den herkömmlichen Öffnungen. Der Berührungssensor übernimmt hierbei die Aufgabe des Backofentürgriffs ganz von allein.

Bewegt sich die Backraumtür nach unten, fährt der Backofenschlitten aus. Wer auf Griffe nicht verzichten möchte, kann sich für flächenbündige Griffe entscheiden. Der beweglich gelagerte Backwagen ist vollständig aus dem Innenraum ausziehbar. Für frei auf dem Boden stehende Backöfen ist dieses Segment sehr bedienerfreundlich. Bei höher gestellten Einbaugeräten ist ein so gelagerter Backwagen eher störend.

Invertertechnik

Als besonders fortschrittliche Technologie, mit der das kontinuierliche Erwärmen von Speisen ein echtes Vergnügen ist, wird die Invertertechnik bezeichnet. Gerichte, die mit Invertertechnik aufgeheizt werden, enthalten keine kalten oder extrem heißen Zonen.

Das wird durch das Fehlen des üblichen Drehtellers umgesetzt. Für die Haushaltskasse bedeutet das eine Verkürzung der Zubereitungsdauer, sprich eine Reduzierung des Stromverbrauchs. Alternativ dazu sind abschaltbare Drehteller empfehlenswert. Sie begünstigen das homogene Aufwärmen von Speisen auf eckigem Geschirr.

Pflege und Hygiene

Das Reinigen kann modellabhängig mit einem sogenannten Pyrolyse Programm erfolgen. Der Prozess der Pyrolyse ist sowohl beim Backofen als auch bei der Mikrowelle wählbar. Der zuvor automatisch verschlossene Innenraum wird beim Pyrolysevorgang auf bis zu 600 Grad Celsius erhitzt.

Unter dieser enormen Temperatur lösen sich beispielsweise fettige Rückstände von selbst. Überbleibsel wie hartnäckige Verkrustungen überführt der Verdampfungsprozess in abwischbares Pulver.

Diese Selbstreinigung schlägt sich im Preis für die Kombigeräte nieder. Mehrkosten von etwa 300 Euro sollten eingeplant werden. Die Pyrolyse gilt als äußerst stromintensiv. Teilweise werden Geräte mit einer energieeffizienteren Activeclean-Selbstreinigungsautomatik verkauft. Neben der Pyrolyse reinigen sich zahlreiche Backöfen mit Mikrowelle auf der Basis der Hydrolyse oder der Katalyse selbsttätig.

Sicherheitsrelevante Aspekte

Für eine gefahrenfreie Benutzung beim Backofen mit Mikrowelle erhalten fast ausnahmslos alle Artikel eine Kindersperre beziehungsweise eine Kindersicherung. Ein hohes Maß an Sicherheit bieten Fabrikate mit einer manuell auslösbaren oder einer automatisch einrastenden Verriegelung. 

Darüber hinaus ist es üblich, nicht wärmeleitende Sichtscheiben und Lampen für die Anzeige des laufenden Betriebes einzubauen. Die Backraumtür sollte aus zwei- oder drei Scheiben gearbeitet sein. Dabei darf sich die nach außen zeigende Sichtscheibe keinesfalls aufheizen. Besonders sinnvoll sind eine Restwärmeanzeige und ein automatisches Abschaltsystem bei Überhitzung und Überschreitung der Garzeit.

Test verschiedener Backöfen mit eingebauter Mikrowelle

Die derzeit aktuellsten Testergebnisse beinhalten mehrere Hersteller, Modelle und Testpunkte. Herausstechende Champions beim Test sind die Erzeugnisse von Sharp, Panasonic, Bomann, Severin und Bauknecht mit Preisen zwischen 160 Euro bis 700 Euro. Wegen ihrer ausgezeichneten Qualität wurden die Backöfen mit Mikrowelle aus dem Hause Siemens im Test als „sehr gut“ eingestuft. Die besten Modelle in dieser Rubrik kosten um die 1.200 Euro bis rund 1.660 Euro.

Die Bewertung „gut“ erhielten im Test ebenfalls einige Produkte des Markenherstellers Siemens in den Preisklassen ab 460 Euro und ab 900 Euro. Eine Test im „gute“ Benotung erreichten weiterhin Kombiprodukte von Gorenje im Preissegment ab 640 Euro, AEG ab 835 Euro und 1.213 Euro sowie Beko BCW ab knapp 700 Euro.

Beim Test wurden Fakten wie das Fassungsvermögen der Garräume und die Gehäusegrößen sowie der Umfang der Beheizungsstufen gegenübergestellt. Des Weiteren kam es beim Test Backofen mit Mikrowelle auf die Sicherheit und die Energieeffizienzklasse an.

Von Siemens stechen beim Test hauptsächlich Innovationen heraus, die mit Pyrolyse gereinigt werden. Zusätzlich dazu sind hochmoderne Features wie Clean enthalten. Eine 50 Prozent schnellere Zubereitungszeit gewährleisten Modelle, die mit varioSpeed funktionieren. Zu den Backöfen des Herstellers gibt es passende Kochfelder und die Home Connect-Einbindung ist ebenfalls kein Problem.
Andere Hersteller wie AEG legen beim Backofen mit Mikrowelle wiederum großen Wert auf eine weitreichende Auswahl an Beheizungsarten. Bis zu 15 variierende Optionen sind über die Touch-Displays wählbar. Komfortabel sind die leisen Türschließmechanismen sowie Sensoren für die automatische Messung der Kerntemperatur.

Zusätzliches Equipment – Geschirrausstattung

Besonders geeignet sind Kochgefäße aus Keramik oder hitzebeständigem Glas. Um einen permanenten Wechsel der Garraumbleche zu vermeiden, können extra Spezialbleche für Mikrowellen und Backöfen verwendet werden. Zweckmäßige Weiterentwicklungen der Mikrowellen-Backöfen sind die Dampfgarer.

Backofen mit Mikrowelle – wann lohnt sich die Anschaffung

Wer ein solch praktisches Kombigerät kaufen möchte, für den ist das Garraumvolumen als grobes Auswahlkriterium zunächst entscheidend. Der Innenbereich hat in der Regel ein Fassungsvermögen von mindestens 40 Liter, 67 Liter bis maximal 75 Liter.

Leben im Haushalt wenige Mitglieder, genügt ein 40 Liter-Erzeugnis. Singles und Personen, die nur selten mit einem Backofen mit Mikrowelle kochen, benötigen meist nur die Minivariante. Für Wohngemeinschaften und Großfamilien eignet sich eine 60 Liter bis 75 Liter Version.

Um bewusst Energie zu sparen und finanziell hauszuhalten, ist ein Backofen mit Mikrowelle eine lohnenswerte Anschaffung.

Etwas leichter wird die Kaufentscheidung, wenn eigene Gewohnheiten Berücksichtigung finden. Im Mittelpunkt stehen Gedanken wie eine bequem zu erreichende Einbauhöhe, zweckdienliche Ergänzungsfunktionen und ein wirkungsvolles Reinigungsverfahren.