Kehrmaschine: Test & Vergleich 06/2021

Um Fußwege oder Einfahrten stets frei von Dreck und Laub zu halten, ist es notwendig diese Bereiche regelmäßig zu fegen. Mit der Zeit jedoch kann dies besonders mühselig und zeitaufwändig sein.

Eine Lösung stellt hierbei die Kehrmaschine dar. Dieses Gerät übernimmt die Kehrarbeit für einen und dies automatisch, wann immer man möchte.

In diesem Ratgeber werden die wichtigsten Informationen über Kehrmaschinen aufgeführt sowie Tipps und Tricks gegeben, die einem beim Kauf helfen.

Wie funktioniert eine Kehrmaschine?

Eine Kehrmaschine wird durch eine Kehrwalze angetrieben, die wiederum von zwei Rädern in Betrieb gesetzt wird.

Diese Kehrwalze sorgt dafür, dass der Schmutz von dem Boden in den Auffangbehälter befördert wird. Zur Unterstützung gibt es an beiden Seiten Bürsten, die ein Keilriemen antreibt.

Welche Kehrmaschinen-Typen gibt es?

Kehrmaschinen gibt es in drei verschiedenen Arten und zwar mit Benzin, Akku und als Handgerät. Welchen Typ man wählt, hängt vor allem von der zu reinigenden Fläche ab, wie ein Test bewies.

Kehrmaschinen mit Benzin:

Eine Kehrmaschine, die mit Benzin betrieben wird, ist vergleichsweise groß und besonders leistungsstark. Sie besitzt das Aussehen einer gewöhnlichen Straßenkehrmaschine, auch wenn sie für den privaten Gebrauch geeignet ist.

Aus diesem Grund sind diese Maschinen ideal für das Fegen von besonders großen Flächen. Der einzige Nachteil ist, dass eine Kehrmaschine mit Benzin vergleichsweise mehr kostet.

Kehrmaschinen mit Akku:

Die akkubetriebenen Kehrmaschinen arbeiten mittels Elektromotor und sind aus diesem Grund immer noch relativ leistungsstark.

Sie sind besonders einfach zu handhaben und können selbst für das Auffegen von nassen Blättern verwendet werden.

Handkehrmaschinen:

Diese Maschinen arbeiten ohne Strom. Sie sind aus diesem Grund flexibel einsetzbar, da weder ein Stromanschluss noch das Nachfüllen des Tanks mit Benzin notwendig ist.

Handkehrmaschinen sind im Vergleich zu den anderen Typen besonders günstig und dennoch qualitativ hochwertig.

Was kann eine Kehrmaschine?

Eine Kehrmaschine ist dazu in der Lage große Flächen zu reinigen und erspart einem dadurch viel Zeit und Arbeit.

Von Staub über Blätter bis hin zu Kies und teilweise auch Matsch können diese Maschinen die unterschiedlichsten Dinge aufsaugen. Einige Modelle sind auch für den Schnee einsetzbar.

Aus diesem Grund werden diese Maschinen vielseitig verwendet und zwar nicht nur auf Gehwegen, sondern auch auf der Straße, auf Parkplätzen oder auf Sportplätzen.

Worauf ist beim Kauf einer Kehrmaschine zu achten?

Ein Test zeigte, dass es Kehrmaschinen in verschiedenen Ausführungen gibt. Aus diesem Grund ist es wichtig beim Kauf auf einige Punkte zu achten, damit man das richtige Modell für seine Bedürfnisse findet.

Flächenleistung

Die Flächenleistung besagt, wie viel Meter die Maschine in 1 Stunde reinigen kann. Wer die Kehrmaschine demnach im gesamten Haus und auch draußen verwenden möchte, der profitiert natürlich von einer möglichst hohen Flächenleistung, von mindestens 2000 m²/h. Für den professionellen Gebrauch wären 3000 bis rund 8000 m²/h ideal.

Gewicht

Das Gewicht betrifft eher nur die Handkehrmaschinen, da man diese entsprechend in die Hand nehmen muss. Es gibt viele Maschinen, die weniger als 10 kg wiegen, was ideal ist.

Die Maschinen, die mit Akku betrieben werden, sind aufgrund des Akkus etwas schwerer. Hier wird das Gewicht dahingehend wichtig, wenn man die Maschine häufig umplatzieren möchte.

Fassungsvermögen

Je größer der Auffangbehälter ist, desto mehr Schutz kann entsprechend gesammelt werden und desto seltener muss dieser entleert werden.

Dies hat auch den Vorteil, dass man schneller mit der Reinigung fertig ist, da nicht so viele Unterbrechungen erfolgen. Ideal wäre ein Fassungsvermögen des Behälters von mindestens 30 l.

Wer besonders große Bereiche reinigen möchte, der findet aber auch Modelle mit einem Fassungsvermögen von 50 l.

Kehrbreite

Die Kehrbreite ist mit der Breite eines Besens zu vergleichen. Bei diesen Geräten liegt diese meistens zwischen 100 und 200 cm.

Die ideale Kehrbreite richtet sich an die Fläche, die man reinigen möchte. Für den privaten Gebrauch sind Breiten von 50 – 80 cm vollkommen ausreichend.

Vor allem, wenn man schmale Gehwege reinigen möchte, profitiert man natürlich von einer geringeren Breite.

Wo kann man Kehrmaschinen kaufen?

Geräte dieser Art sind hauptsächlich in Baumärkten zu finden oder im Internet. Beide Möglichkeiten bieten einem Vorteile aber auch Nachteile.

Geschäfte sind ideal, wenn man noch nie eine Kehrmaschine besessen hat und sich überhaupt nicht auskennt. In solch einem Fall kann man sich nämlich umfassend von dem Verkäufer beraten lassen.

Man hat auch die Möglichkeit eventuell einige Maschinen zu testen, um zu sehen, welches Modell sich am besten für einen eignet.

Tipps für die Verwendung einer Kehrmaschine

  • Auch wenn Kehrmaschinen teilweise eine besonders hohe Leistung besitzen und demnach effektiv reinigen können, ist teilweise dennoch eine Vorarbeit notwendig. Dies bedeutet beispielsweise, dass größere Dinge wie Äste entfernt werden sollten. Auch ist es ratsam hartnäckige Verunreinigungen vorzubehandeln. Dies sorgt dafür, dass die Flecken und der Schmutz aufgelockert und noch einfacher entfernt werden.
  • Die Kehrmaschinen mit einer geringeren Leistung eignen sich häufig nicht für nasse Verunreinigungen. Es ist somit ratsam bei leistungsschwächeren Geräten darauf zu achten, dass die Böden trocken sind. Der Grund dafür ist, dass eine besonders hohe Leistung notwendig ist, um Feuchtigkeit aufzunehmen.
  • Steine können nicht nur in der Maschine stecken bleiben, sondern von dem Gerät eventuell auch zur Seite geschleudert werden. Dies kann nahestehende Menschen verletzen. Es ist somit wichtig, auf gröbere Verunreinigungen zu achten und diese zum fahren oder die Dinge zu entfernen.
  • Natürlich kann man mit der Maschine auch in Kurven fahren. Diese sollten jedoch nicht zu scharf sein. Es kann nicht passieren, dass die Maschine dann nicht in der Lage ist, den gesamten Schmutz und Dreck aufzunehmen. Es ist somit am besten immer möglichst längere, gerade Linien zu fahren.
  • Bei zu viel Dreck und Schmutz kann es passieren, dass die bürsten nicht mehr richtig rotieren. Dadurch kann die Maschine nicht richtig arbeiten und geht eventuell kaputt. Man sollte somit ab und zu darauf achten, die bürsten zu reinigen oder komplett zu ersetzen.
  • Es empfiehlt sich auf ausreichende Schutzmaßnahmen zu achten und beispielsweise eine Schutzbrille zu tragen. Man sollte nicht unterschätzen, dass grobe Gegenstände zur Seite geschleudert werden und einen treffen können. Eine Schutzbrille kann die Augen somit von möglichen Schäden schützen.
  • Zuletzt kommt es auch auf die richtige Geschwindigkeit an. Natürlich möchte man schnell arbeiten. Wenn die Borsten jedoch zu schnell rotieren, können sie eventuell nicht den gesamten Schmutz aufnehmen. Das Gleiche gilt, wenn die Geschwindigkeit zu gering ist.

Wie entstand die Kehrmaschine?

Kaum zu glauben, aber die Geschichte der Kehrmaschine reicht zurück bis zum Mittelalter. Damals gab es nämlich den sogenannten Reisig. 

Es handelt sich dabei um einen großen Kehrbesen der auch in der Lage war Zweige einzusammeln. Im 17. Jahrhundert fand zum ersten Mal die maschinelle Produktion von Besen statt.

Die Produkte besaßen unterschiedlich lange Borsten und waren auch dazu im Stande Feinstaub zu beseitigen.

Anschließend erfolgte über die Jahre die Weiterentwicklung. Irgendwann kamen dann Modelle auf den Markt, die rotierende Bürsten besaßen.

All dies geschah während der Industrialisierung. Damals entstanden dann auch die ersten Kehrmaschinen mit Akku und Benzinmotor.

Kehrmaschine FAQ: die häufigsten Fragen und Antworten

Dieser Abschnitt behandelt die häufigsten am wichtigsten Fragen rund um Kehrmaschinen. Dabei wird vor allem auf die Handhabung eingegangen.

Wie reinigt man Kehrmaschinen?

Teilweise kann es nötig sein, dass man Kehrmaschinen reinigen muss. Dies betrifft vor allem die Bürsten sowie die Kehrwalze.

Die Seitenbesen kann man abnehmen und anschließend im warmen Wasser säubern. Dadurch lassen sich die Verunreinigungen einfach beseitigen.

Dies funktioniert auch mit einem starken Wasserstrahl. Es ist auch wichtig den Auffangbehälter nicht nur regelmäßig zu leeren, sondern ebenfalls auch zu reinigen. Dafür muss man nur Wasser, ohne Reinigungsmittel, verwenden.

Kann man eine Kehrmaschine mieten?

Wie viele andere Geräte, lassen sich auch Kehrmaschinen mieten. Dies lohnt sich natürlich nur, wenn man die Geräte nur teilweise verwenden möchte.

Dann muss man nicht viel Geld in ein eigenes Gerät investieren. Viele leihen sich beispielsweise ein Gerät im Winter aus, um damit Schnee zu beseitigen.

Wer die Maschine jedoch häufiger verwenden möchte, der spart eher Geld, wenn er sich ein eigenes Gerät kauft.

Braucht man für Kehrmaschinen einen Führerschein?

Für die Handkehrmaschine ist kein Führerschein notwendig. Auch die anderen Geräte erfordern keinerlei Führerschein, wenn die Geschwindigkeit nicht über sechs km/h liegt.

Auch bei einer Verwendung auf privatem Gelände kann man ohne Sondererlaubnis fahren. Ein Führerschein wird nur teilweise notwendig, wenn man Kehrmaschinen auf öffentlichen Geländern verwenden möchte.

  • Bei einer Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h ist ein Führerschein der Klasse L erforderlich.
  • Besitzt das Modell eine Gesamtmasse von bis zu 3,5 t wird ein Führerschein der Klasse B benötigt.
  • Liegt die Gesamtmasse bei über 3,5 t und bei maximal 7,5 t benötigt man einen Führerschein der Klasse C1.
  • Ab einem Gewicht von 7,5 t ist ein Führerschein der Klasse C notwendig.

Darf man eine Kehrmaschine auch am Wochenende verwenden?

Man sollte immer bedenken, dass man laute Geräte nicht an Feiertagen, am Sonntag oder zu Ruhezeiten, wie in der Nacht verwenden sollte.

Dies trifft auch auf die Handkehrmaschinen zu. Am Samstag kann man die Geräte natürlich verwenden.

Am besten ist es immer sich mit den Nachbarn zu verständigen, um mögliche Streitigkeiten zu verhindern.

Kann man eine Kehrmaschine auch für Kopfsteinpflaster verwenden?

Ein Test zeigte, dass man Kehrmaschinen auch auf Kopfsteinpflaster verwenden kann. Um jedoch eine optimale Reinigung zu ermöglichen, ist es, wichtig, dass die Borsten besonders lang sind.

Gibt es einen Stiftung Warentest für Kehrmaschinen?

Ein Test bewies, dass die Stiftung Warentest eine Vielzahl an Produkten untersucht und einem Test unterzieht. Die Ergebnisse helfen einem dabei zu erkennen, ob sich der Kauf bestimmte Produkte lohnt oder nicht.

Leider gibt es bisher jedoch keinen Test zu Kehrmaschinen. Wenn man beim Kauf somit vor allem auf Qualität setzt, sollte man sich überwiegend an den Kundenmeinungen des jeweiligen Produktes orientieren.

Anhand dieser kann man nämlich erkennen, ob die Geräte genau das halten, was der Hersteller zuvor versprochen hat.

Sind gebrauchte Kehrmaschinen zu empfehlen?

Wenn man sich ein Gerät ausleiht, erhält man natürlich immer ein Gebrauchtes, da es bereits von anderen Personen ausgeliehen wurde.

Möchte man sich jedoch ein eigenes kaufen, dann lohnt sich die Investition in ein neues Gerät, beispielsweise aufgrund der Garantie.

Diese ist bei gebrauchten Modellen natürlich bereits erloschen. Beim Kauf einer neuen Kehrmaschine profitiert man aber auch von einer längeren Lebensdauer.

Der Kauf von gebrauchten Geräten lohnt sich eher für die Person, die ein besonders geringes Budget besitzen.

Benötigt man für Kehrmaschinen Reinigungsmittel?

Zwingend notwendig sind Reinigungsmittel zwar nicht, sie erleichtern jedoch die Reinigung. Dies kann mit der Reinigung der Böden innerhalb der Wohnung verglichen werden.

Würde man dafür nur Wasser verendend, würde sich eventuell festsetzender Schmutz nicht so einfach entfernen lassen.

Wichtig ist nur, dass man das richtige Reinigungsmittel in der vorgeschriebenen Menge verwendet, wie es ein Test zeigte.

Bei der Verwendung von Reinigungsmittel sollte man aber auch darauf achten, dass diese nicht so stark sind, dass die Rückstände eventuell in die Umwelt gelangen.

Was kostet eine gute Kehrmaschine?

Es gibt durchaus sehr günstige Modelle für rund 50 €. Von diesen darf man jedoch nicht viel verlangen. Noch besser sind die Modelle in der mittleren Preisklasse.

Diese kosten zwischen 100 und 200 €. Dann gibt es aber noch sehr teuren Modelle, die über 200 € liegen. Man sollte bedenken, dass der Preis nicht immer ausschlaggebend für die Qualität ist.

Viel wichtiger ist es auf ein mindestens gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu achten. Generell sollte man nicht unbedingt die billigsten Modelle kaufen, da diese frühzeitiger kaputtgehen.

Fazit

Eine Kehrmaschine kann einem das Leben erleichtern, dies hat dieser Ratgeber und Test gezeigt. Es ist dennoch wichtig, dass man auf einige Kaufkriterien achtet, damit man das für sich beste Modell findet.

Aufgrund der Vielzahl an unterschiedlichen Arten dieser Maschine, gibt es tatsächlich für jeden Geschmack und für jedes Bedürfnis die richtige Maschine.