Staubsauger ohne Beutel: Test & Empfehlung 09/2021

Staubsauger ohne Beutel sind immer beliebter in den Haushalten. Ihr großer Vorteil gegenüber den herkömmlichen Staubsaugern mit Beuteln besteht in den Kosten. Während Sie bei Beutel-Staubsaugern regelmäßig die Staubsaugerbeutel nachkaufen müssen, entnehmen Sie dem Staubsauger ohne Beutel einfach den Staubbehälter und entleeren diesen, meist per Knopfdruck, direkt über dem Mülleimer und setzen ihn wieder in den Sauger.

Durchschnittlich wechseln Sie einen Staubsaugerbeutel alle 4 bis 6 Wochen. Das entspricht 9 bis 13 benötigten Beuteln pro Jahr und Haushalt. Diese Kosten können Sie mit einem Staubsauger ohne Beutel konsequent einsparen.
In diesem Ratgeber möchten wir Sie nun ausführlich über Staubsauger ohne Beutel informieren.

Die 7 beliebtesten Staubsauger ohne Beutel

Wie funktioniert ein Staubsauger ohne Beutel?

Beutellose Staubsauger arbeiten mit der sogenannten Zyklon-Technik. Bei dieser Technik wird der mit Staub und Schmutz angereicherte Luftstrom, welcher angesaugt wird, in eine Wirbelströmung versetzt. Dadurch wirken Fliehkräfte auf den Schmutz ein und drücken diesen an den Behälterrand. Der Schmutz rutscht dann an der Außenseite herunter in den Staubbehälter.

Durch den Wirbel bleibt die saubere Luft in der Mitte und der Schmutz wird von ihr getrennt. Danach gibt der Sauger die saubere Luft wieder nach außen ab und der Schmutz bleibt im Behälter. Viele Staubsauger ohne Beutel verwenden einen Filter, durch den die Luft wieder abgegeben wird. So wird auch der Feinstaub herausgefiltert.

Unterschied zwischen Einfachzyklon und Multizyklon

Bei einem Staubsauger ohne Beutel mit einem einzelnen Zyklon, wird der Wirbel erzeugt, indem der angesaugte Luftstrom an der Seite eines konusförmigen Staubbehälters einströmt. Während der Schmutz über die Außenwand in den Behälter fällt, wird die saubere Luft in der Mitte abgesaugt.
Multizyklonstaubsauger funktionieren im ersten Schritt ebenso wie ein Einfachzyklon.

Nach der Trennung von Luft und Schmutz, wird die Luft jedoch nicht direkt durch einen Filter abgesaugt. Sie wird durch weitere, kleinere Zyklone geleitet. Diese rotieren mit einer höheren Geschwindigkeit und reinigen die Luft nochmal gründlicher. Somit durchläuft die Luft einen zweiten Reinigungsprozess, welcher selbst kleinste Partikel filtert. Diese Variante eignet sich besonders gut für Allergiker.

Wasserbetriebene Staubsauger ohne Beutel

Bei dem Entleeren des Staubbehälters entsteht oft eine Staubwolke. Durch Ausklopfen und Schütteln des Behälters wird der enthaltene Staub aufgewirbelt und feine Partikel wirbeln durch die Luft. Besonders für Allergiker stellt dies oft ein Problem dar. Abhilfe schafft in diesem Fall ein Staubsauger ohne Beutel mit einem Wasserfilter.

Die Staubpartikel und sämtlicher Schmutz werden gebunden und können nicht mehr aufwirbeln bei dem Ausleeren des Behälters. Damit gelangen sie nicht in die Lunge des Allergikers und lösen auch keine Reaktion aus.

Dazu haben die meisten Staubsauger mit Wasserfilter eine Funktion zum Nass-Saugen. Sie können mit ihnen Teppiche und auch Polstermöbel nicht nur absaugen, sondern auch gründlich reinigen.

Welche Arten von beutellosen Staubsaugern gibt es?

Den Staubsauger ohne Beutel bekommen Sie als Bodensauger, Stielsauger und auch als Saugroboter. Der größte Unterschied zwischen Saugrobotern und den anderen beiden Varianten ist der Arbeitsaufwand.

Staubsauger-Roboter

Der Saugroboter fährt selbstständig durch Ihre Räume und saugt diese. Das Gerät fährt anschließend in die Ladestation, um den Akku aufzuladen. Er beginnt dann mit der Arbeit von vorne. Viele dieser selbst saugenden Geräte können Sie per Smartphone steuern und einstellen, um die Saugzeit oder auch den Bereich zu bestimmen.

Jedoch haben diese Roboter oft Probleme mit kleineren Kanten, sowie Gegenständen, welche in Räumen stehen oder liegen. Die meisten Saugroboter verfügen über spezielle Sensoren, welche Hindernisse wahrnehmen und umfahren. Aufgrund dessen lassen sie oft Ecken oder Bereiche dicht um die Möbel aus. Diese müssen Sie dann händisch reinigen.

Beutelloser Bodenstaubsauger

Der bekannteste und geläufigste Staubsauger ohne Beutel ist der Bodensauger. Dies ist das Standartgerät seit der Erfindung der Staubsauger und in fast jedem Haushalt zu finden. Er besteht aus dem Sauger selbst und einem Schlauch.

In dem Gerät befindet sich der Staubfangbehälter, der Motor, sowie das Stromkabel und auch der Ein- und Ausschaltknopf. An dem Schlauch können Sie über das Saugrohr verschiedene Aufsätze anbringen. Am bekanntesten ist das Saugrohr mit Fuß. Darüber hinaus gibt es auch diverse Bürstenaufsätze und solche, die extra für schmale Bereiche, wie Fugen oder Spalten geeignet sind.

Stielstaubsauger

Die dritte Variante ist der Stielsauger. Dieser Staubsauger ohne Beutel umfasst den Motor, samt Schmutzfangbehälter und Saugrohr in einem. Das Saugrohr können Sie in den meisten Fällen durch ein Gelenk abknicken.

Dadurch erreichen Sie auch schwierige Stellen, wie unter dem Sofa oder Schränken. Diese Sauger sind meist Akku betrieben und müssen regelmäßig aufgeladen werden. Ähnlich wie der Saugroboter, jedoch müssen Sie ihn selbst per Hand anschließen. Der Vorteil von diesem Staubsauger ohne Beutel besteht darin, dass er enorm platzsparend ist durch seine geringe Größe. Jedoch wirkt sich dieser Vorteil negativ auf die Größe des Schmutzbehälters aus.

Vor- und Nachteile von beutellosen Staubsaugern

Wie alles hat auch ein Staubsauger ohne Beutel seine Vorteile und Nachteile. Doch sind sie nun besser als herkömmliche Beutelstaubsauger? Wo liegen die Schwächen und Stärken von einem Staubsauger ohne Beutel?

Vorab sollte klargestellt sein, dass der richtige Staubsauger von seinem Einsatzgebiet und Ihren Vorlieben abhängt. Deshalb finden Sie hier die gängigsten Vor- und Nachteile eines Staubsaugers ohne Beutel aufgezählt und erläutert.

Konstante Saugleistung

Bei Beutelstaubsaugern setzen sich Schmutz und Staubpartikel mit der Zeit in den Poren eines Staubsaugerbeutels fest und mindern so stetig die Saugleistung. Da Beutellose Staubsauger keinen Beutel brauchen, fällt dieser Punkt bei ihnen raus und die Leistung bleibt über einen langen Zeitraum gleich. Ebenso gilt bei Beutelsaugern, je voller der Beutel ist, desto geringer wird die Saugleistung. Auch mit diesem Problem hat der beutellose Staubsauger nicht zu kämpfen.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass Staubsauger ohne Beutel besser saugen oder reinigen als Staubsauger mit Beutel. In diesem Punkt unterscheiden sich die beiden Varianten kaum. Im Test zeigt sich, dass jede Art von Staubsaugern einzelne Kandidaten hat, welche schlechte oder gute Saugleistungen vorweisen. Hier kommt es also ganz auf das jeweilige Model an.

Günstiger im Unterhalt und Umweltfreundlich

Der größte Punkt, für beutellose Staubsauger, sind die nicht benötigten Staubsaugerbeutel. Hier sparen Sie nicht nur Geld, sondern reduzieren auch den anfallenden Müll.

Theoretisch wird der, meist zylinderförmige, Schmutzfangbehälter einfach dem Staubsauger entnommen und per Knopfdruck in den Abfalleimer entleert. Dies gestaltet sich aber im Alltag meist schwieriger, als Sie denken.

Sieht gut aus

Legen Sie bei Ihrem Sauger viel Wert auf ein modernes und gutes Aussehen, dann sind Sie mit einem Staubsauger ohne Beutel bestens beraten. Durch seine kompakte Bauweise ist er nicht nur leicht, sondern sieht auch modern und gut aus, durch ein meist stylisches Design.

Höhere Anschaffungskosten

Die meisten Beutellosen kosten in der Anschaffung mehr als Staubsauger mit Beutel. Hier kommt es ganz auf die Größe und Häufigkeit der zu reinigenden Fläche an. Reinigen Sie häufig und große Flächen, sparen Sie unter dem Strich durch den Verzicht auf die Staubsaugerbeutel.

Bei einer kleinen Fläche, welche nicht häufig gereinigt wird, könnte der Staubsauger ohne Beutel schnell teurer als ein Beutelstaubsauger werden. Hier lohnt es sich, genau zu schauen, wie häufig und wie viel Fläche Sie mit dem Staubsauger reinigen müssen und möchten, um zu entscheiden, welche Variante die günstigere ist.

Oft enorme Lautstärke

Durch die Zyklontechnik können die meisten Staubsauger ohne Beutel nicht in der Leistung reguliert werden und arbeiten somit immer konstant auf der höchsten Stufe. Dies sorgt für eine, nicht zu verachtende, Lautstärke.

Sollten Sie ein empfindliches Gehör haben, müssen Sie einen genaueren Blick auf die Lautstärkebeschreibung werfen.

Entleeren meist staubig und unhygienisch

In der Theorie entnehmen Sie einfach den Schmutzfangbehälter und entleeren diesen über dem Abfalleimer. Leider sieht dies in der Praxis meist nicht so schnell und einfach aus. Da der Behälter sehr oft aus Plastik besteht, lädt dieser sich während des Saugens statisch auf.

Auf Grund dessen setzt sich häufig der feine Staub an den Wänden fest und fällt nicht, wie gewünscht, heraus. Hier hilft dann nur das händische auswischen oder spülen. Das ist mit unerwünschter Arbeit und auch wieder mit Schmutz verbunden, welchen Sie eigentlich schnell loswerden wollten.

Viele Hersteller sind deswegen auf glattere Wände und Spezialbeschichtungen umgestiegen, da beutellose Staubsauger in diesem Punkt oft schlechter im Test abschneiden. Durch diese Methode soll der Staub, wie gewünscht, einfach aus dem Behälter in den Abfalleimer fallen.

Aufwendigere Reinigung

Bei einem Beutelstaubsauger ist die Reinigung denkbar einfach. Der Beutel wird dem Staubsauger entnommen und im ganze in den Abfall geworfen. Im Anschluss einen neuen Beutel einsetzen und die Reinigung ist fertig.

Bei den beutellosen Saugern sieht das ganze etwas komplizierter aus. Die Auffangbehälter haben in den häufigsten Fällen Ausbuchtungen und Nischen, in denen sich Schmutz ablagert und festsetzt. Diesen müssen Sie dann manuell entfernen. Je nach Größe und Lage der Nische, gestaltet sich das Säubern schwer und Sie müssen mit Material, wie Zahnstocher, Zahnbürste oder gar einem zweiten Staubsauger arbeiten.

Zudem schaffen es Haare und Fasern häufig nicht bis in den Behälter, sondern verfangen sich in der Zykloneinheit. Auch hier ist das Reinigen wieder mühsam und unvermeidbar.

Eher ungeeignet für Allergiker

Da der Aufwand zur Reinigung des Staubsaugers und dessen Schmutzfangbehälter so aufwendig und auch staubbelastet ist, eignet sich der Staubsauger ohne Beutel eher weniger für Allergiker, da der Kontakt zu dem Hausstaub unvermeidbar ist.

Abhilfe kann hier ein Beutelloser Staubsauger mit Wasserfilter, sowie hochwertigen Filtern, schaffen. Der Staub wird gebunden und kann nicht mehr aufwirbeln und danach frei durch die Luft, direkt in die Lunge schweben. Je hochwertiger die Filter sind, desto geringere Mengen Staub werden mit der gereinigten Luft wieder ausgeschieden.

Staubsauger ohne Beutel im Test

Wie bei fast allen Produkten, gibt es auch zu fast jedem Beutellosen Staubsauger einen Test. Solch ein Test soll Sie bei Ihrer Entscheidung unterstützen und informieren.

Doch nach welchen Kriterien wertet der Test aus? Diese Information sagt viel über die Glaubwürdigkeit oder auch Nützlichkeit über einen Test aus.

Kriterien für einen Test und warum

Staubbehälter

Bei dem Staubbehälter wird auf die Größe geachtet. Die Größe spielt insofern eine Rolle, dass er seltener ausgeleert werden muss, je größer er ist und somit Arbeitsaufwand spart.

Da aber ein häufigeres Entleeren aus hygienischen Gründen empfohlen wird, sollte der Schmutzbehälter auch nicht zu groß sein. Im Test kommt es also auf die sogenannte "Goldene Mitte" an.

Aufbau des Staubbehälters

Zu der Größe kommt dann noch der Aufbau des Behälters. Er sollte nicht zu verwinkelt sein. Je mehr Nischen und Kanten vorhanden sind, desto schwieriger ist die Reinigung. Eine aufwendige Reinigung schreckt ab und macht mehr Arbeit, als Sie mit einem Staubsauger ohne Beutel haben möchten.

Der Test achtet hier besonders auf die saubere und arbeitsarme Handhabung. Im Idealfall drücken Sie ausschließlich eines Knopfs und der Behälter öffnet sich, damit der Schmutz, Haare und Staub in den Abfalleimer fallen können.

Der Filter

Bei einem Beutellosen Staubsauger ist der Filter enorm wichtig. In dem Beutelstaubsauger hält der Staubbeutel den gesamten Schmutz fest und Sie können ihn in einem Stück entsorgen. Bei einem Beutellosen Staubsauger übernimmt diese Funktion der Filter.

Je hochwertiger der eingebaute Filter ist, desto geringer ist der Anteil an Staubpartikeln in der gereinigten Luft, welche wieder abgebeben wird. Gerade bei Allergikern ist der Filter einer der wichtigsten Kriterien für die Kaufentscheidung. Dies wird in so gut wie jedem Test genaustens bewertet.

Saugleistung

Ein weiterer wichtiger Punkt in jedem Test ist die Saugleistung. Die Saugleistung misst man in Watt. Wie viel Schmutz der Sauger aufsaugen kann, hängt direkt mit der Saugleistung zusammen. Da bei der Zyklontechnik selten die Leistung regulierbar ist, läuft ein Beutelloser Staubsauger durchgehend auf Höchstleistung. So ist zwar eine stetig gleichbleibende Saugkraft gewährleistet, jedoch ist der Stromverbrauch und auch die Geräuschkulisse dadurch sehr hoch.

Lautstärke

Im Test wird trotzdem auf die Lautstärke eines Staubsaugers geachtet. Auch wenn Staubsauger ohne Beutel generell laut sind, so dürfen sie eine gewisse Grenze im Dezibel Bereich nicht überschreiten, da sie sonst einen Punktabzug im Test bekommen. Gleiches gilt für den Stromverbrauch.

Dieser sollte bestenfalls bei A+++ bis A liegen, auch ein B ist noch akzeptabel, wenn der beutellose Staubsauger dementsprechend eine hohe Saugleistung erbringt. Die Energieeffizienzklasse soll durch ein Energielabel auf der Verpackung und in der Bedienungsanleitung angegeben sein.

Bedienung und Ausstattung

Die Bedienung und Zusatzausstattungen werden in einem Test hoch gewertet. Ein Staubsauger muss leicht zu bedienen sein. Idealerweise ist der Staubsauger mit einem Knopfdruck einsatzbereit und auch wieder ausgeschaltet.

Dazu sollte sich das eventuell vorhandene Stromkabel von Ihnen per Knopfdruck einrollen und auch ohne Widerstand herausziehen lassen. Der Aktionsradius zählt hier auch mit rein. Dieser ist durch die Länge des Stromkabels, des Schlauches und des Staubsaugerrohres begrenzt. Je länger diese drei Dinge sind, desto besser.

Jedoch sollten sie nicht zu lang sein, da das Gerät sonst unhandlich wird und sich schnell Knoten im Kabel bilden, welche einen Kabelbruch begünstigen. Zu den Zusatzausstattungen gehören, zum Beispiel, eine Funktion zum nass saugen, eine Aufhängung für das Staubsaugerrohr und auch ein Teleskoprohr.

Manche Geräte bieten als Sonderausstattung sogar eine Selbstreinigung.
Da Sie auch Treppen saugen oder auch mit dem Sauger steigen bei dem Saugen, wird bei einem Test besonders auf eine kompakte und leichte Bauweise wert gelegt. Der Test bestätigt, dass auch ohne Treppen ein leichter und kompakter Staubsauger vorteilhafter ist, da Sie ihn leichter rollen können und auch an engere Stellen kommen, um diese zu reinigen.

Lieferumfang und Preis

Zu guter Letzt wird bei einem Test viel Aufmerksamkeit auf die Punkte Lieferumfang und Preis gelegt. Dabei kommt es jedoch nicht auf den niedrigsten Preis an, sondern vielmehr auf das beste Preis-Leistungsverhältnis.

Demnach soll ein hochpreisiger Staubsauger ohne Beutel im Test mit vielen Extras aufwarten. Dies schließt auch den Lieferumfang ein. Je mehr Zubehör, wie Ersatzteile, Bürsten und Aufsätze mitgeliefert werden, desto besser wird er im Test bewertet. Nur durch das richtige Zubehör, kann ein Staubsauger seinen Zweck im Haushalt zu 100% erfüllen.

Fazit

Entscheiden Sie sich also für einen Staubsauger ohne Beutel, tragen Sie einen Beitrag zum Schutz der Umwelt bei und erleichtern sich die Hausarbeit. Erkundigen Sie sich auf Testseiten, so sollten Sie auf seriöse Seiten zurückgreifen und nicht nur nach dem Preis filtern.

Achten Sie auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Nicht alle günstigen beutellosen Staubsauger sind schlechter in der Qualität, aber bei hochwertigeren Modellen bekommen Sie meist mehr Extras und somit auch mehr Komfort.